Das Schengen-Abkommen / Ein untauglicher Versuch zur Grenzsicherung auf europäischer Ebene?

Das Schengen-Abkommen / Ein untauglicher Versuch zur Grenzsicherung auf europäischer Ebene?

Brüssel, 20.07.2015. Die Bundespolizei meldet für das laufende Jahr bereits 63.000 unerlaubte Einreisen in die Bundesrepublik Deutschland. Dies bedeutet nach den Worten des Präsidenten der Bundespolizei eine Steigerung um 160% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Pikante daran: Diese illegalen Einreisen dürfte es eigentlich gar nicht geben, da Deutschland doch vollständig von Staaten umgeben ist, die das Schengener Abkommen unterzeichnet haben.

“Die Grundbedingung für den Wegfall der Personenkontrollen im Schengen-Raum war die verlässliche Sicherung der Außengrenzen. Davon kann jedoch keine Rede mehr sein“, sagt Bernd Kölmel, Mitglied des Europäischen Parlaments.

„So ist mittlerweile bekannt, dass Italien viele Flüchtlinge, die beispielsweise über das Mittelmeer gekommen sind, sogar ohne die erforderliche Registrierung in andere EU-Staaten wie Deutschland, ziehen lässt.“

Ein einheitliches europäisches Grenzsicherungssystem bei völliger Freizügigkeit im Innern könne aber nur funktionieren, wenn alle Schengen-Mitgliedsstaaten ihren Verpflichtungen nachkämen. Werde diese Vereinbarung weiterhin ignoriert, so sei die Rückkehr zu Personenkontrollen an den europäischen Binnengrenzen notwendig, wie sie von Frankreich und Dänemark in jüngster Zeit bereits immer häufiger praktiziert werden.

Kölmel wird diese Woche mit einer Delegation des Europaparlaments nach Sizilien reisen, um sich mit Behördenvertretern zu treffen und die Situation bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu besprechen.

Share this post


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen